NACH DER ZUKUNFT

Irgendwo zwischen der militärisch anmutenden Ordnung provinzieller THW-Veranstaltungen und der Ekstase schwuler Sex-on-Meth-Partys spielt sich Ortwin Passons Leben ab.

 

HIV-positiv hat er die Zeit überlebt, in der seine Diagnose noch einem Todesurteil gleichkam. Nun kämpft er für das Recht auf ungeschützten Sex und schreibt über die politische und strafrechtliche Relevanz von „Barebacking” seine Dissertation. Mittlerweile schon so lange, dass sein Doktorvater vermutlich die Fertigstellung nicht mehr miterleben wird.

 

Als kritischer Politologe wendet er sich in seinen Publikationen gegen einen Staat, der in seinen Augen repressiv agiert und Freiheitsrechte einzuschränken sucht. Privat lotet er die Grenzen radikal aus, die Staat und Öffentlichkeit setzen: auf Gruppensexpartys, bei denen er unter Einfluss harter Drogen ungeschützten Analverkehr mit Männern hat.

 

NACH DER ZUKUNFT erzählt vom Leben nach dem Nicht-Eintreten des Todes, dem Bedürfnis nach Souveränität und Legitimation und ist gleichzeitig ein intimes Psychogramm einer komplexen Persönlichkeit.

NACH DER ZUKUNFT

Dokumentarfilm, 46 Minuten, D 2017

 

mit

ORTWIN PASSON, MADS ELUNG-JENSEN, RÜDIGER LAUTMANN,

CHOU-CHOU DE BRIQUETTE, ULI MENZE und andere

 

Regie/Bildgestaltung/Schnitt ANDRE KRUMMEL Co-Autorin RAPHAELA TE PASS Ton und Regieassistenz ERIK LEMKE Dramaturgische Beratung PAWEL REINHARDT Sound Design und Mixing SIMON PETER Komponist TOBIAS BURKARDT Musik SALLY WILLIAMS, ULI MENZE Farbgestaltung und Plakat ROLAND SCHELIGA Titeldesign PABLO BEN YAKOV

 

 

AKTUELLES

 

Vorstellung am 15.11.2018 um 19:30 Uhr im Café Manstein4 (Mansteinstr. 4, 10783 Berlin)

Als Vorfilm läuft LEIBER

 

Anschließend gibt es ein Filmgespräch mit André Krummel und Überraschungsgästen.

 

 

Premiere

60. DOK Leipzig am 31. Oktober 2017

 

Lobene Erwähnung

im Wettbewerb Deutscher Langfilm DOK Leipzig

 

Jurybegründung: "Ein radikales Leben zwischen Technischem Hilfswerk, Lederclub und akademischen Ambitionen: Das präsentiert André Krummel ebenso einfühlsam wie unaufdringlich in seinem freiheitsliebenden Porträt „Nach der Zukunft“." Quelle: DOK Leipzig

 

 

 

 

Presseheft

Bildmaterial

Ortwin Passon auf Wikipedia

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